Salzplatten

Manche kennen sie aus asiatischen Restaurants, die Salzplatten, die am Tisch verwendet werden zum Grillen oder Braten und gleichzeitigen Salzen von Speisen. Wie oder warum funktioniert das aber?

 


Hierzu muss man einfach eine entsprechende Salzplatte (gute Salzplatten sollten für diesen Zweck mindestens ein Gewicht von ca. 6kg haben) im Backofen oder auf der Herdplatte erhitzen. Wenn die Salzplatte heiß genug ist (Achtung: Natürlich entsprechende Schutzhandschuhe verwenden), nimmt man die Platte aus dem Ofen oder vom Herd und kann auf ihr nach Belieben Speisen am Tisch braten oder grillen. Da die zu bratenden Speisen ja immer über eine gewisse Feuchtigkeit verfügen, wird durch diese Feuchtigkeit Salz aus der Platte gelöst und bewirkt eine gleichzeitige Würzung der Speisen.


 
Das ganze funktioniert aus zwei Gründen:
 

1) Salz verfügt über eine sehr hohe Schmelztemperatur. Diese liegt bei knapp über 800 Grad Celsius. Man kann also die Platte ohne weiteres auf höchster Stufe in den Backofen oder auf den Herd legen, sie wird nicht schmelzen.


 

2) Salz verfügt über eine hohe Wärmespeicherkapazität. Da Salz ein hohes spezifisches Gewicht besitzt, kann Salz die Wärme gut speichern (ähnlich der Hot-Stone-Therapie im Wellness-Sektor). In der Physik misst man diese Eigenschaft in der Einheit Wh/m³ oder Wh/m³K, also der Energiemenge pro Volumeneinheit bzw. pro Volumeneinheit und Grad Temperaturerhöhung. Weil dieser Wert bei Salz nun eben sehr hoch ist, bleibt eine solche Platte vergleichsweise lang warm bzw. heiß.


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